




Montag stand eine geführte Ganztagestour auf dem Programm. Von der Touristeninformation aus starteten wir um 09:30 Uhr in einer kleinen Gruppe von elf Personen mit einer örtlichen Reiseleitung unseren vierstündigen Stadtspaziergang durch St. Peter Port. Hierbei erfuhren wir vieles über die Geschichte und das aktuelle Geschehen der Insel.
Nach einem kleinen Mittagessen mit der Gruppe ging es daraufhin mit dem Bus auf zur Inselerkundung. Der traditionsreiche Familiensitz Sausmarez Manor mit seinem schönen Herrenhaus und Skulpturenpark war nur einer von unseren Abstechern, die wir während der Bustour machten.
Nach einem Spaziergang entlang der Küste bei Perelle Bay ging es zum Abschluss zur Little Chapel – eine der kleinsten und durch die Muschel- und Porzellanstücke schönsten Gotteshäuser der Welt.
Am Dienstag fuhren wir mit der Fähre in rund 50 Minuten vom Hafen in St. Peter Port aus auf die kleine Insel Sark. Nach Ankunft am Hafen ging es zu Fuß durch den Tunnel und dann mit dem Traktoranhänger zum Sark Village. Da die kleine charmante Insel autofrei ist, empfehlen wir Ihnen, direkt ein Fahrrad zu mieten. Alternativ kann man auch die Pferdekutschen zur Inselerkundung nutzen oder die Flora und Fauna zu Fuß genießen.
Unser Hotel „La Sablonnerie“ auf der Insel Little Sark, die nur zu Fuß über die Brücke La Coupee zu erreichen ist, war ein kleiner Traum: Exzellente Küche und erstklassiger Service machten unseren Aufenthalt unvergesslich.
UNSER TIPP! Ein Abstecher zu Caragh Chocolates, einer kleinen Pralinenmanufaktur mit handgemachter Schokolade.
Kostproben sind hier ein Muss!
Auch den Mittwoch nutzten wir, um Sark zu erkunden. Hier stellen wir Ihnen gerne eine kleine Auswahl unserer Highlights zusammen, die man in zwei Tagen auf Sark unbedingt sehen sollte:
Die Tea-Rooms und Souvenirläden im Norden und auf der Inselmitte sowie das kleinste Gefängnis „Sark Prison“ und dem Visitor Center mit kleiner Ausstellung sollte auf keiner Erkundungstour fehlen. Von da aus ging es dann weiter zur St. Peter‘s Church, der Inselkirche und zum Eperquerie Common, einem flachen heidebewachsenen Küstengebiet im Norden.
Allein der Herrensitz La Seigneurie, Sitz des 23. Seigneurs von Sark, lädt mit seinem traumhaften kleinen Garten zum Verweilen ein. Hier werden Obstbäume, Kräuter und Gemüsesorten gehegt und gepflegt. Wenn man sich in Richtung Osten weiter bewegt, gelangt man zur felsigen Bucht Le Port Moulin, von der ein Weg zu einem schmalen Durchbruch im Felsen „The Window in the Rock“ führt.
UNSER TIPP! Vom Ostzipfel Sarks aus (Gouliot Hadland) hat man den besten Blick auf die vorgelagerten Inseln Brecqhou, Herm und Guernsey!
Im Süden führt ein steiler Abstieg über Treppen in die Derrible Bay (nur bei Ebbe möglich) – hier gibt es zahlreiche Höhlen.
Die imposanteste Höhle ist die Creux Derrible mit einem 60 Meter hohem natürlichen Kamin. Auch sein eigenes Stonehenge hat Sark: „Sark Henge“ sind neun tonnenschwere Lochsteine, die 2015 mit Traktoren dort hingebracht wurden. Sie sollen an die Landnahme der Insel 1565 gedenken. Auch die Halbinsel Little Sark lässt sich mit dem Fahrrad oder zu Fuß erkunden. Besonders die Sark Silver Mine weist eine interessante Geschichte auf, die es zu entdecken gibt.
Wer lieber schwimmen gehen möchte, der kann den „Venus Pool“ – ein natürliches Schwimmbecken – bei Ebbe besuchen. Die Wände des Beckens sind komplett mit Seeanemonen besetzt. Von dort aus gelangt man zum Steintischgrab „Dolmen“, von dem man einen herrlichen Blick über die ganze Küste hat.



Donnerstag spätnachmittags ging es dann mit der Fähre wieder von Sark nach Guernsey in unser Hotel „Les Rocquettes“.
Einen Tag vor Abreise haben wir einen Tagesausflug mit der Fähre nach Herm unternommen.
Die Fahrt auf die 60-Einwohner-Insel betrug nur etwa 20 Minuten mit der Fähre.
Dort angekommen gingen wir vorbei am Fisherman’s Beach in Richtung Norden nach Mouisonniere Beach mit seinen unzähligen Dünen. Im gemütlichen Tempo ist die Insel zu Fuß übrigens in ca. dreieinhalb Stunden umrundet.
Ein Stück weiter entfernt beginnt der schönste Strand Herms: Shell Beach. Entlang der Steilklippen im Süden vorbei an Belvoir Bay und Puffin Bay gelangt man wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Dieser große Rundweg eignet sich jedoch wirklich nur für Lauf- und Kletterfreudige, da es teilweise nur sehr steile und unbefestigte Wege gibt.
Samstag sind wir leider schon wieder mit Flybe direkt von Guernsey nach Düsseldorf zurück nach Hause geflogen.
UNSER FAZIT! Die Kanalinseln sind immer eine Reise wert. Besonders die Kombination der Inseln Guernsey und Sark ist eine rundum gelungene Sache!
Melanie & Michael

